Schneller manueller immunchromatographischer Selbsttest zum qualitativen Nachweis von IgG-Antigliadin-deamidiertem Peptid und IgA-Anti-Gewebe-Transglutaminase (tTG) in menschlichen Kapillarblutproben zum Screening auf Zöliakie
Zöliakie ist eine chronische Autoimmunerkrankung des Darms, die durch die Aufnahme von Gluten verursacht wird und bei genetisch veranlagten Personen eine chronischen Entzündung des Dünndarms führt. Sie kann in jedem Alter auftreten und hat eine Prävalenz von 1,5 % in der Weltbevölkerung, wobei Frauen häufiger betroffen sind.
Jüngste Studien haben gezeigt, dass Zöliakiekranke spezifische Antikörper produzieren, die im Blut nachweisbar sind. Unter diesen Antikörpern weisen IgG-Antigliadin-Deamidat-Peptid (Anti-DGP) und IgA-Antitransglutaminase (tTG)-Antikörper eine starke Korrelation mit Zöliakie auf, was eine hohe Genauigkeit beim Screening auf der Erkrankung ermöglicht.
Bei Zöliakiekranken führt die Exposition gegenüber Gluten – einem Proteinkomplex, der in bestimmten Getreidesorten vorkommt – zu einer fortschreitenden Verkleinerung der Dünndarmzotten, bis sie schließlich völlig funktionsunfähig werden. Dies beeinträchtigt die Nährstoffaufnahme, für die die Darmzotten verantwortlich sind, was langfristig zu Gewichtsverlust und Wachstumsverzögerungen führt.
Der CELIAC DISEASE SCREENING TEST ist sowohl für Personen mit klassischen Symptomen einer Zöliakie als auch für Personen mit Vitaminmangel angezeigt. Da Zöliakie eine vererbbare Erkrankung ist, wird der Test auch für Personen empfohlen, die Familienmitglieder mit Zöliakie haben oder zu bestimmten Risikogruppen gehören (Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1, Down-Syndrom, Osteoporose, Eisenmangelanämie).
WeiterlesenZu den häufigsten Symptomen zählen chronischer Durchfall, Bauchschmerzen und Blähungen, Verstopfung und Gewichtsverlust. Bei einigen Personen treten seltenere Symptome wie Kopfschmerzen, Lethargie und Gelenkschmerzen auf. Eventuelle Vitaminmängel (wie Eisen, Vitamin B oder Folsäure) können auf eine falsche Aufnahme der notwendigen Nährstoffe hinweisen, die gerade durch Zöliakie verursacht wird.
Darüber hinaus wurde festgestellt, dass das Risiko einer positiven Infektion bei Verwandten ersten Grades, auch wenn diese symptomfrei sind, um bis zu 20 % erhöht ist.
Der CELIAC DISEASE SCREENING TEST ist ein lateraler Immunochromatographie-Test zum Nachweis von Anti-tTG-Antikörpern der Klasse IgA und Anti-DGP-Antikörpern der Klasse IgG im Vollblut. Während des Tests reagieren die IgG-Antikörper gegen DGP und IgA-Antikörper gegen tTG, sofern sie in der Kapillarblutprobe vorhanden sind, mit dem DGP und den mit Goldnanopartikeln beschichteten humanen IgA-Antikörpern, die sich auf dem Goldpad des Tests befinden. Die Mischung wandert durch Kapillarwirkung unter Zugabe des Verdünnungsmittels chromatographisch nach oben in die Membran des Streifens und interagiert mit den Bereichen der Testlinien, in die ein DGP-Antikörper (T1) und ein tTG-Antikörper (T2) gesprüht werden, wodurch farbige Linien entstehen.
| Spezifität anti-DGP | 90,10% |
| Empfindlichkeit anti-DGP | 84,30% |
| Genauigkeit anti-DGP | 86,94% |
| Spezifität anti-tTG | 98,02% |
| Empfindlichkeit anti-tTG | 98,31% |
| Genauigkeit anti-tTG | 98,17% |
Negativ: Es sind keine IgG-Antikörper gegen DGP oder IgA-Antikörper gegen tTG im Blut vorhanden oder deren Konzentration liegt unterhalb der Nachweisgrenze des Tests.
Positiv: DGP-Antikörper (T1) und/oder tTG-Antikörper (T2) wurden in der Probe nachgewiesen, sodass eine Zöliakie möglich ist. Dies muss mit einem Facharzt abgeklärt werden.
1. Lindfors, K., Ciacci, C., Kurppa, K. et al. Coeliac disease. Nat Rev Dis Primers 5, 3 (2019).
2. Al-Toma et al. European Society for the Study of Coeliac Disease (ESsCD) guideline for coeliac disease and other gluten-related disorders. United European Gastroenterol J. 2019 Jun;7(5):583-613.
3. King, et al. 2020. Incidence of Celiac Disease Is Increasing Over Time: A Systematic Review and Meta-Analysis. The American Journal of Gastroenterology 115 (4): 507–25.
4. Parrinello G., Da Re M., Grizzo F., Camelliti S., Cozzi M., Marinoni F., Villalta D. Diagnostic accuracy of a novel point-of-care test for simultaneous detection of anti-transglutaminase IgA and anti-deamidated gliadin IgG antibodies. J Clin Lab Anal. 2024.
Der Test wurde korrekt durchgeführt, wenn die Gebrauchsanweisung befolgt wurde, einschließlich der Ablesezeit und der Interpretation der Ergebnisse, die im Abschnitt "INTERPRETATION DER ERGEBNISSE" der Gebrauchsanweisung angegeben sind.
Im Kontrollbereich (C) des Testgeräts erscheint eine farbige Linie, die die korrekte Durchführung des Tests anzeigt. Ist diese Linie nicht vorhanden, sollte der Test mit einem neuen Gerät und einer neuen Probe wiederholt werden.
Farbe und Intensität der Linien sind für die Interpretation des Ergebnisses nicht wichtig. Der Test gilt unabhängig von der Intensität der Farbe der Testlinien (T1 und T2) als positiv.
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